Erster Lagenser Jazz-Cocktail mundete hervorragend - Lippische Landeszeitung vom 31.08.2005
Lage (kem). Ein Cocktail ist laut Duden "ein appetitanregendes Mischgetränk mit wechselndem Alkoholgehalt". Zu einem "Jazz Cocktail" lud am Samstagabend das Brinkmannsche Haus in Zusammenarbeit mit Fritz Feger und "Jazz in Lippe" ein - und die Gruppe "Brazilian Love Affair" regte bei ihrem Auftritt gleich doppelt den Appetit an: Auf die italienischen Speisen und auf die Tanznacht unter DJ Delicate. Eine halbwegs laue Sommernacht und ein kostenloses Konzert - da ließen sich die Jazzfreunde aus Lippe nicht lange bitten, und auch etliche Lagenser, die sonst nicht weit zu Jazzkonzerten reisen, kamen vorbei. Die Kombination aus gefülligen Klängen mit Rhythmen "zum Anwärmen" und einer Cocktailbar sowie leckeren Speisen kam gut an. Und dabei war der Samstag nur der Auftakt für eine neue Konzertreihe: Ab Donnerstag, 1. September, lädt das Brinkmannsche Haus immer am ersten Donnerstag im Monat zum "Jazz Cocktail".
Das Quartett "Brazilian Love Affair" gibt es noch nicht lange, und es war das erste Konzert der erfahrenen Musiker in dieser Zusammensetzung. Mit Sängerin Schirin Al - Mousa und ihrer langjährigen Duo - Partnerin Tina Jäckel ( Gitarre ) holte Fritz Feger ( Bass und Gesang ) zwei auf Braziljazz spezialisierte Frauen ins Team, das durch den Schlagzeuger und Dozenten an der Musikhochschule Detmold, Christian Schoenefeld, komplettiert wurde. Sie machten das Publikum vertraut mit der durch Samba und Bossa Nova geprägten "Musica popular brazileira" ( MPB ), die verführerische Rhythmik und einprägsame Melodien mit emotionalen Texten zwischen Lebensfreude und Melancholie verbindet. Obwohl Shirin Al - Mousa selten Englisch und zumeist auf Portugiesisch sang, ließ sie vor allem die Musik sprechen und gab keine langen Erklärungen zu den Stücken. Darunter waren etliche von Antonio Jobim und Ivan Linz, die zu den Vorreitern und wichtigsten Vertretern der MPB gehören. Auch bekannte Klassiker wie "Mas que i nada" ( von Jorge Beu ) und dem von lyrischer Eindringlichkeit und reicher Melodik getragenen "Girl from Ipanema" ( Jobim ) spielten "Brazilian Love Affair" mit voller Konzentration, aber auch sichtlichem Spaß und kamen damit beim Publikum bestens an.
Das Ensemble versteckte sich nicht hinter Showeffekten, sondern beließ den Songs ihre mal kraftvolle, mal sensible Ursprünglichkeit. Und das Konzept Fritz Fegers - Bar Jazz anzubieten, bei dem man sich unterhalten und etwas trinken kann - ging auf: Auch wenn die Band viele Augen auf sich zog, wurde weiter geredet und getrunken und auch den Gang zur Cocktailbar, der den Blick auf die Band kurzfristig verdeckte, nahm niemand übel.
Jazz-Standards hochkarätig interpretiert - Lippische Landeszeitung vom 09.09.2005
Lage (ans). Franco El - Lakkay versteht was vom Essen und Fritz Feger von Musik. Da lag der Gedanke nicht fern, zusammen etwas zu machen. Jetzt wurde die "Premiere" der neuen Jazzreihe im Brinkmannschen Haus gefeiert. Ebenso wie die Vorpremiere war auch diese Veranstaltung ein voller Erfolg - sowohl musikalisch als auch gastronomisch. Den beiden hochschulgebildeten Musikern Philipp Haagen ( E- Klavier ) und Ulli Orth ( Gesang, Fl?te, Altsax und Klarinette ) hat es un?berh?rbar Freude gemacht, mal wieder so richtig in die Standardkiste zu greifen und sich mit Songs wie "Autumn Leaves" oder "One note Samba" so richtig auszutoben. Haagen lieferte immer wieder lange Intros ( Einleitungen ), in denen er das Thema in engen Akkordlagen schon mal durch eine ungew?hnliche Tonart trieb. Ulli Orth lie? in seinen Soli auch einige ungeahnte Linien h?ren. "Das ist doch gerade das Sch?ne an Livemusik" meinte ein Gast, "dieses ?berraschungsmoment."
Die anderen Besucher haben es nicht so begr?ndet, aber auf die Frage, ob sie eher wegen des Essens oder der Musik gekommen seien, antworteten fast alle einhellig, dass sie gerade an diesem Tag wegen der Musik gekommen seien, um so ihr Essen besser zu genie?en. ?berraschend auch, dass sich unter den vielen G?sten sogar welche aus G?tersloh und Bielefeld befanden. Sie hatten ?ber Mundpropaganda von der neuen Reihe geh?rt und nutzten die Gelegenheit, um sich "quasi in der Mitte zu treffen."
Jazz-Cocktail mit Konni Deppe - Lippische Landeszeitung vom 08.10.2005
Lage (ras). Mit einem JazzCocktail unter dem Motto "From Broadway to Ipanema" zeigte die aus Lippe stammende Jazzs?ngerin Konni Deppe am Donnerstagabend ihr K?nnen im Brinkmannschen Haus in Lage. Am Klavier begleitet wurde sie dabei vom Jazzpianisten Christoph Busse. Zu dem Abend hatte der Verein "Jazz in Lippe" geladen, und das Brinkmannsche Haus war bereits im Vorfeld bis auf den letzten Platz ausgebucht. Wer nicht Tage zuvor reserviert hatte, musste sich mit einem Stehplatz zufrieden geben.
Anlass f?r den Ansturm war Konni Deppe, die zwar aus Lage stammt, derzeit aber in ihrer Wahlheimat London lebt. Daher war es auch f?r sie etwas Besonderes, mal wieder "zu Hause" in lippischen Landen aufzutreten. "Ich wei? gar nicht so genau, wann ich das letzte Mal hier in der Region auf der B?hne gestanden habe", gestand die K?nstlerin. Auf jeden Fall war es an der Zeit. Los ging es, wie im Titel der Veranstaltung angek?ndigt, am Broadway in New York. Vincent Youmans "Sometimes I'm happy" aus dem Broadway - Musical "Hit the Deck" von 1927 bot den Zuh?rern einen ersten Eindruck von der Stimme der 31 - J?hrigen, die an der Hochschule f?r Musik in Weimar ihren Abschluss zur Diplom - Jazzmusikerin machte. Anhaltenden Applaus ernteten die beiden Musiker auch f?r die Ballade "Bewitched, Bothered and Bewildered" von Lorenz Hart und Richard Rodgers, die Konni Deppe nach eigenen Angaben in der Version von Ella Fitzgerald zum Besten gab. Die Reise durch die Geschichte des Jazz fand schlie?lich mit "Summer Samba" in Brasilien ihren Abschluss.
F?r alle, die noch einmal die Chance ergreifen wollen, das Duo Konni Deppe und Christoph Busse live zu erleben, bietet sich am Sonntag, 9. Oktober, im Ratskeller in Lemgo die Gelegenheit. Und bereits am Dienstag, 15. November, wird Konni Deppe, diesmal zusammen mit "Fritz Feger and Friends" im Kaiserkeller in Detmold wieder zu bewundern sein.
"Jazz-Cocktail" schmeckt allen vorzüglich - Lippische Landeszeitung vom 07.11.2005
Lage (ans). Er spielt Kontrabass und sie singt oder greift zum Saxophon. Astrid Berenguer und Joachim Fitzon luden zum "Jazzcocktail" ins Brinkmannsche Haus, um seltene Wege zwischen Jazz und dem kubanischen Buena Vista Social Club zu beschreiten. Die zahllosen G?ste im voll besetzten Haus genossen den Abend.
Mit dem Cocktail ist das so eine Sache in einem typischen italienischen Restaurant. Da sitzt man eher bei Pizza und Pasta zusammen, um zwischen den einzelnen Leckerbissen das Neueste aus nah und fern zu besprechen. Und noch geselliger wird der Abend, wenn aus einer Ecke gepflegte Livemusik erklingt, die neben den kulinarischen K?stlichkeiten f?r den Leib auch der Seele was Warmes bietet.
Und in dieser Hinsicht hatten der Hansdampf in allen Jazzgassen Joachim Fitzon und die ?ber einen ansprechenden Alt verf?gende Astrid Berenguer etwas ganz Besonderes mitgebracht: den diskreten Charme der Begegnung von Kontrabass und Stimme. F?r eingefleischte Jazzfreunde liegt diese Begegnung fast auf der Hand, denn der Kontrabass ist in jeder Band sowieso die halbe Miete, und also kann er ruhig auch mal die ganze sein. Und eine Gesangstimme, zumal eine, die ?ber sch?ne tiefe Frequenzen verf?gt, wie die der Bielefelderin, kann sich ?ber einer so klaren und doch zur?ckhaltenden Basis um so frecher entfalten. Astrid Berenguer k?nnte das auch, wenn sie diese gro?e Chance mutiger nutzen w?rde. Vielleicht hat sie der Eindruck etwas verunsichert, dass die Leute sich scheinbar nur dem Essen oder den Gespr?chen widmeten.
Dabei bewies der zwischendurch immer wieder aufbrandende Beifall, dass die Genie?er mit den Ohren bei der Musik waren und h?rten, wie beide sich durchaus erfolgreich an alten Jazzstandards und an lateinamerikanischen Rhythmen versuchten, die bei uns durch den Buena Vista Social Club ber?hmt wurden. Sie machten auch diesen "Jazzcocktail" zu einer runden Sache - oder ist er schon eine Institution ?
Der n?chste "Jazzcocktail" wird im Brinkmannschen Haus am 1. Dezember gemixt. Dann treten Svenja Schmidt ( Gesang und Keyboard ), Fritz Feger ( Bass und Gesang ) sowie Athanasios "Zacky" Tsoukas ( Schlagzeug ) auf.







